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Frage:
14.11.2015
Ich habe das alte Briefmarken Buch von meinem Papa gefunden wo sehr viele, vor allem alte Briefmarken sind. Darunter 2 Stück von dem Astronaut Hund \"Laika\" die mir sehr augefallen sind. Nun möchte ich gerne den Verkaufspreis wissen, finde jedoch keine Angaben im Internet. Die Briefmarken wurden auf sehr altes Papier geklebt und oben an der linken Ecke des Papieres ist ein stehender Löwe, der nach links guckt, abgebildet. Außerdem wurde das Blatt mit der Aufschrift \" seria completa\" beschriftet. Danke im voraus für eine Antwort.
Antwort:
Alter ist relativ. Weltraummarken wurden von vielen Staaten massenhaft verausgabt. Da ist meiner Meinung nach nichts darunter, das einen zählbaren Wert hätte. Aber, es läßt sich mit so kargen Angaben keine sichere Antwort geben. Am besten ist, Sie arbeiten sich mit Katalogen oder der Mithilfe von Sammlern aus dem(n) ortsansässigen Vereinen in die Sammlung Ihres Papa ein. Vielleicht finden ja auch Sie die tollen Reize dieses Hobbys.
Frage:
11.11.2015
Ich besitze die 50 Pfg. Unfall 408 Westberlin unten ungezähnt: Wo ist diese Marke gelistet.
Antwort:
Unter der Berliner Michel-Nummer 408 D (unten geschnitten) ist diese Marke katalogisiert, die oben geschnittene unter 408 C. Die senkrechten Paare der oben bzw. unten geschnittenen Marken sind im Anhang des jeweiligen Gebiets bei den Markenheftchen zu finden.
Frage:
19.10.2015
Hallo, ich habe heute Morgen beim aufräumen meine alte Briefmarken-Sammlung wiedergefunden. Diese hat ich einmal grob sortiert, doch mir kam der Gedanke auf, dass es wohl sicherlich einen Unterschied zwischen einer guten Marke und eher wertlosen Marke gibt.

Zu meinem Glück habe ich dann ihre Seite gefunden und mich reichlich über den Zustand einer Marke erkundigt!

Ich bin momentan dabei alle schlechte Stempel zu beseitigen und sortiere weiterhin nach Ländern.

Ich möchte sie jedoch Fragen :

- sollte man seine Sammlung limitieren, also Themengerecht aufbauen (Sammelbücher nach Land und Datum)? Oder kommt es nur auf hochqualitative Marken an?

Wäre erfreut über weitere Profi-Tipps

Schönen Gruß aus Luxembourg
Antwort:
Alle schlechten Stempel auszusortieren ist schon mal ein guter Anfang. Das gleiche sollten Sie mit beschädigten Marken machen, also also alle Marken mit kurzen oder fehlenden Zähnen, Einrissen, dünne Stellen, oder ungebrauchte mit Falz, kurz, alle Marken mit physischen Schäden gehören in den Papierkorb.

Dann ist Ihre Idee, sich zu konzentrieren, sehr gut. Nur so kann man eine Sammlung zusammentragen, die dauerhaft Spaß macht.

Motive zu sammeln halte ich nicht für dauerhaft befriedigend. Da ist man ziemlich "allein" und wird außerdem mit massenhaftem, speziel für Sammler hergestelltem Schrott zugedröhnt, teuer aber wertlos.

Ich sammle "nur" Berlin, habe aber auch eine Reihe guter Stücke aus anderen Gebieten und Ländern. Die kann man für Tausch oder Verkauf verwenden. Schauen Sie sich Ihre Sammlung mal in Ruhe an, vielleicht haben Sie von einem bestimmten Gebiet schon einiges, auf das Sie dann weiter aufbauen, sich konzentrieren können. Natürlich ist es auch möglich, ein zweites oder drittes Gebiet hinzu zu nehmen - mehr sollten es aber auf keinen Fall sein.

Lesen Sie einfach auf meinen Seiten weiter und lassen sich inspirieren.
Frage:
16.10.2015
Hallo,ich habe eine Briefmarke (Deutsches Reich - Hindenburg Medaillon), 6Pf. unten geschnitten.
Darüber kann ich aber leider nirgends etwas finden.
Bisher konnte niemand helfen.
Antwort:
Lassen Sie die Marke am Besten prüfen, dann wissen Sie mehr. Und sicher haben schon mal eine Normalmarke über die Geschnittene gelegt, um zu prüfen, ob sie nicht versehentlich oder auch manipulativ berschnitten wurde.
Frage:
26.09.2015
Alliierte Besetzung 1947, MiNr.943 **, Bogen vertikal 7 Marken, horizontal 5 Marken, horizontal unten, Unterrandstücke mit Summenziffern versehen. HAN-Nummer mit 6014 verkürzt angegeben. Die andere komplette Bogenhälfte ist vorhanden HAN-Nr. (Rest) 48 -2. Strichelliste befindet sich auf der linken Bogenseite. Welche Bewertung in "€" kann ich vornehmen ?
Antwort:
Wenn das so einfach wäre! Selbst ein Kenner dieses Gebiets, dieser Ausgabe, diese Bogens, einzelner Marken und Besonderheiten würde keine Bewertung abgeben können - solange er das Objekt nicht gesehen hat. Würde dieses Objekt ein Einzelner bewerten und vielleicht interessiert sein, würde eine (zu) niedrige Bewertung erfolgen. Erst wenn mehrere Interesierte zusammenkämen, könnten Sie damit rechnen, einen adäquaten Preis gezahlt zu bekommen. Aber prinzipiell ist zu beachten, daß eine Briefmarke das wert ist, was ein Käufer dafür zahlt - bis es zu einem erneuten Verkauf, und damit zu einem neuen Preisgebot kommt. Einen eventuellen Einwand, es gäbe ja Katalogpreise, kann man getrost vergessen: Das sind Mondpreise, die dem Handel möglichst hohe Verkaufspreise bringen - und uns Sammler über den Tisch ziehen sollen.
Frage:
25.09.2015
Wie hoch ist der Preisunterschied zwischen postfrischen und Marken mit einem Klebefalz hinten? freundlichen Gruss
Manfred
Antwort:
Ehrlich? Genau 100 %! Bei ungebrauchten, mit einem Falz versehenen Marken handelt es sich um fehlerhafte und damit nicht sammelwürdige und wertlose Briefmarken. Kein Händler und kein Auktionator wird Ihnen solche Marken je abkaufen - was diese Briefmarkenlobby jedoch nicht davon abhält, sie uninformierten Sammlern aufzudrehen. Ja, diese Gruppe scheut nicht mal davor zurück, ihnen im Katalog eine hohe Wertigkeit zuzuordnen. Vergessen Sie nie, daß erfolgreiches Briefmarkensammeln immer nur das Sammeln allerbester Qualitäten ist - und Katalogpreise die angestrebten Verkaufspreise des Handels sind!
Frage:
23.09.2015
Frage:
Hallo Günther!

Was macht den Wert einer Marke aus? Vermutlich ja nicht nur die Seltenheit, sondern auch das Interesse der Käufer. Ein Freund von mir hat eine kleine Sammlung, weil dessen Opa um 1900 herum in einem Büro saß und vieles aufgehoben hat, was ansonsten weggeworfen wäre. Darunter ist irgendein Brief, genau abstempelt am 12,12.1912 und 12:12 Uhr. Ich habe keine Ahnung, welche Marke da abgestempelt wurde, aber ich soll diesen Brief und seine Sammlung vielleicht einmal erben.
Also die Frage: Wenn es weltweit nur eine Marke gäbe, die diesen Original-Stempel hat, müsste sie dann nicht sehr wertvoll sein, unabhängig von der Anzahl der gedruckten Marken?

Gruß aus Cala Millor
Valeri
Antwort:
Angebot und Nachfrage - mit Haken und Ösen. Eine "Rarität", für die sich niemand interessiert, ist im Prinzip wertlos und etwas Häufiges, das von vielen gesucht wird, ist plötzlich "wertvoll". Das ist auf ebay wunderbar nachvollziehbar.

An alledem wird jedoch von der Briefmarkenlobby kriminell herumgemauschelt. Es werden Kunstprodukte, nicht sammelwürdige Quantitäten und Qualitäten und auch irrwitzige Regeln geschaffen, denen mittels EIGENER Verkaufspreislisten (Kataloge) Preise zugeordnet werden, die überwiegend uninformierte Sammler in betrügerischer Absicht, gelinde gesagt, über den Tisch ziehen.

Ein Stempeldatum, wie das von Ihnen angeführte, ist immer nur für einen extrem kleinen Kreis von Menschen wichtig, die damit ein bestimmtes Erleben verbinden - und die, bei denen das genannte Datum eine Rolle spielen könnte, leben wahrscheinlich nicht mehr. So ein Brief kann also lediglich der Auflockerung einer Sammlung dienen.

Frage:
22.09.2015
Ich möchte gern wissen, zu welchem Datum und wertmäßig sich Briefmarkentarife, hier nur für Postkarten und Briefe, jeweils geändert haben (auch Orts- und Fernverkehr), d.h., ich möchte gern die Wertstufen kennen, wie zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Karte oder ein Brief frankiert werden mußte.
Ich möchte die Veränderungen von der Kaiserzeit bis heute darstellen, wäre aber schon froh, wenn ich die Veränderungen für die Zeit der Bundesrepublik einsehen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir einen Hinweis geben könnten, wo ich im Internet oder in der Fachliteratur suchen könnte.
Ich würde mich über eine Antwort freuen und bedanke mich
schon in voraus für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichem Gruß
Hans-Karl
Antwort:
Das ist relativ leicht zu beantworten. Sie finden hierzu z.B. in den Michel-Deutschland-Spezial-Katalogen Band 1 und 2 vor den jeweiligen Sammelgebieten (z.B. Bund und Berlin gemeinsam vor Bund oder DDR vor SBZ / DDR, vor Saarland usw.) die Auflistung der wichtigsten Gebühren zu den unterschiedlichen Zeiten. Der Sammler, der tiefergehende Informationen hierzu sucht, findet die im "Postgebühren-Handbuch-Deutschland" ebenfalls von Michel. Preis € 39,80.

Für mich, einem Sammler, für den Briefe einfach dazugehören, sind diese Informtionen unabdingbar, da nur portogerechte Frankaturen wirklich sammelwürdig sind.
Frage:
19.09.2015
Großbritanien Michel Nr. 40 bei meiner Marke sind die oberen und unteren Buchstaben nicht E K und K E sondern D C und C D. Ist das von den Buchstaben her eine andere Michelnummer? Vielen Dank im voraus
Antwort:
Das läßt sich wohl nur über einen Spezial-Katalok klären - und den habe ich nicht, tut mir leid. Aber vielleicht kann ein Leser unserer Seiten dazu etwas sagen?
Frage:
16.09.2015
Guten Abend, Herr Köpfer,
bereits zweimal haben Sie mir schon geantwortet und ich war zufrieden und beruhigt.
Jetzt aber frage ich mich, ob ich nicht viel zu viele Marken im Papierkorb entsorgt habe.
Wie kann der Prüfer da was richtiges feststellen? Sind die Prüfdaten gefälscht?
Zu der Einzelmarke (Rotdruck) muß ich sagen,daß ich selbst bei einem ebay-Kauf zu so einem
"geprüften Stück" gekommen bin.
Was würde ein Prüfer zu einem Stempeldatum 04.50.87 sagen?
Postbeamter hat falsch eingestellt ... denke ich.Soll ich Ihnen die auch mal rüberschicken?

Würde mich über eine Antwort freuen, da ich einen Großteil der fast vernichteten Marken noch liegen habe.

Sie können meine Mail auch gerne wieder in Ihren Rubriken veröffentlichen, wenn sie das für richtig halten.

Mit freundlichem,gezacktem Gruß

H-R



Anmerkung Günther: Anlagen habe ich nicht übernommen.
Antwort:
Die Philatelie ist ein ungeheuer komplexes Gebiet, das man in seinem heutigen Erscheinungsbild nur ertragen kann, wenn man eigenes Denken / Mitdenken konsequent vermeidet. Sie denken mit, tun es aber nicht konsequent und rutschen so immer wieder in Zweifel und landen bei jedem Weg, den Sie nicht selbst mit Ihrem besseren Wissen begleiten, in Sackgassen.
Kein Spiel, und Briefmarkensammeln ist ein solches, kommt ohne Spielregeln aus. Verheerend falsch ist aber, wenn jeder seine eigenen Spielregeln macht. Ebenso, wenn die von einer Interessengruppe gestaltet werden, die an von ihr manipulierten Ergebnissen profitiert – das öffnet Lug und Trug die Tore. Also müssen sich die, die das Spiel spielen, und wir Sammler sind die Spieler, auf Spielregeln einigen. Und hier ist davon auszugehen, daß, wenn man miteinander darüber spricht, der gegenseitige Betrug weitestgehend ausgeschlossen wird – zumindest bei dem, was niedergeschrieben wird. Bezüglich der Ausführung dieser Regeln ist man dann natürlich wieder auf die Ehrlichkeit des Einzelnen angewiesen – und wird, wie im richtigen Leben, oft enttäuscht.
Sicher kann man sich jedoch darüber sein, daß alles, was außerhalb unseres Einflußbereichs geschieht, gegen uns gerichtet ist.
Konkret: Prüfer prüfen alles, was man Ihnen vorlegt, sie leben davon. Da spielt Qualität nur insofern eine Rolle, daß physische Mängel einer Marke ein höher gesetztes Prüfzeichen zur Folge haben. Ein Stempel wird nur nach den Kriterien „echt“, „falsch“ oder „nach Gültigkeitsende gestempelt“ geprüft. Ästhetik, Schönheit spielt da überhaupt keine Rolle, der unkritische, uninformierte Sammler kauft ja sowieso.
Versuchen Sie einfach mal diese „Schwarzaufdrucke“ zu verkaufen. Sie werden nur enttäuschenden Erfolg haben, da die so gestempelt Massenware sind. Die haben der Handel massenweise in seinen Lagerbüchern und viele Sammler in großen Stückzahlen in ihren Doublettenalben – und die Kopie eines Prüfattests kann man eh vergessen. Übrigens ist auch die 80er mit Rotaufdruck eher ein Lückenfüller, als eine Marke, die man genußvoll anschaut.
Sammelwürdig sind alle gestempelten Briefmarken, bei denen der Ort und das Datum klar erkennbar sind. Je zentrischer und klarer der Stempel, umso gesuchter sind diese Stücke. Man sollte sich jedoch davor hüten, schlecht gestempelte Marken im Handel zu kaufen, da der von den maßlos überhöhten Katalogpreisen ausgeht. Auktionen ab € 1,-- spiegeln in ihrem Ergebnis im Regelfall einen realen Wert wider.
Und immer wieder: Ich sammle nicht des Wertes meiner Briefmarken willen! Wenn ich aber ein Stück kaufe, dann sollte der Preis so sein, daß ich bei einem Wiederverkauf zumindest annähernd das wieder bekommen, was ich dafür bezahlt habe. Wenn ich Händlerangebote („sofort kaufen“) jedoch z.B. bei ebay sehe, dann ist das überwiegend der oft erfolgreiche Versuch, unbedarfte, uninformierte Briefmarkensammler über den Tisch zu ziehen.
Entsorgen Sie also Ihren Papierkorb final und widmen sich dem Vergnügen „Briefmarkensammeln“! Und wenn Sie geprüfte Marken kaufen, achten Sie auf Qualität, also auf Q1, kaufen Sie nur „bestgeprüft“ und möglichst zentrisch gestempelt.
Und was das falsche Stempeldatum angeht, liegen Sie mit "Versehen" absolut richtig.